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Jun 5, 2009

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Google Killer - Test und Vergleich der Konkurrenz

Posted by Eugen
Bing vs. Google

Bing vs. Google

Was hören beziehungsweise lesen wir denn nun fast jede Woche auf den unterschiedlichsten Internetseiten?
„Ein potenziell neuer Google Killer“, „Kann Bing Google vom Thron schubsen“, „Wie gut ist Wolfram Alpha und kann diese Suchmaschine Google gefährden“ – so in etwa lauteten die Schlagzeilen verschiedenster Blogs, Foren oder Tageszeitungen in den vergangenen Tagen und Wochen. Diskussionsstoff über die möglichen „Google Killer“ gibt es mittlerweile in ausreichenden Mengen. Wer hat denn nun wirklich das Zeug dazu Google zu gefährden oder ein paar Prozent Marktanteile zu stehlen? Ich nehme mir die Zeit und teste die „Möchtegern Google Killer“ auf Ihre Einsatzfähigkeit, gebe einen Überblick über die Features und schätze die mögliche Gefahr für Google ein. Es gibt sicher noch weitere Suchmaschinen, die hier nicht aufgeführt wurden, aber die wichtigsten sind sicher die Folgenden.

1. MelZoo

Abb. 1

Abb. 1

Bei MelZoo handelt es sich um eine Suchmaschine, die ihre Wurzeln in den USA hat und sich als META-Suchmaschine auszeichnet. Was ist eine META-Suchmaschine und wie funktioniert diese? Eine META-Suchtmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass ihre gestellte Suchanfrage parallel bei weiteren Suchmaschinen und Katalogen abgefragt und die Ergebnisse neu aufbereitet sowie geordnet werden. Eigene Algorithmusfaktoren, der Ausschluss von Duplicate Content oder die Bewertung der „fremden“ Treffer können das neue Rankingergebnis beispielsweise ausmachen. Da META-Suchmaschinen erst die Treffer anderer Suchmaschinen auswerten und neu aufbereiten müssen, dauert die Anfrage in der Regel ein wenig länger. Schauen wir uns nun einmal die Startseite von MelZoo an, dann stellen wir lediglich einen Suchschlitz fest, der uns bereits von Konkurrenten bekannt sein dürfte (Abb.1). Derzeit gibt es nur einen kleinen Vermerk oberhalb der Eingabemaske - Web. Da sich MelZoo noch in der BETA-Version befindet, können wir annehmen, dass sich dort in Zukunft weitere Begriffe wiederfinden, wie man es bereits von Google kennt. Weiterhin kann man sich auf Wunsch die Suchergebisse in Deutsch anzeigen lassen. Ob hier in absehbarer Zeit weitere Sprachen zur Verfügung stehen, bleibt offen.

Abb. 2

Abb. 2

Nun wollen wir uns einmal die Suchergebnisse anzeigen lassen und suchen deshalb nach „Restaurant in München“. Was fällt bei den Treffern sofort auf? Ja klar, die zwei geteilte Ergebnisansicht. Auf der linken Seite werden wie gewohnt die Treffer in einer Liste aufgezeigt, wohingegen die rechte Seite eine Vorschau der entsprechenden Seite darstellt. Switchen wir nun zwischen den einzelnen Suchergebnissen hin und her, braucht man hin und wieder ein wenig Geduld bis die Seite vollständig als Vorschau geladen wird. Der User kann sich mit Hilfe von MelZoo einen ersten Eindruck von der Zielseite und deren Inhalten verschaffen. Nur wirklich interessierte Nutzer gehen, denke ich, schlussendlich auch auf die dargestellte Zielseite. Benutzer können sich somit nicht nur anhand von Titles, Descriptions sowie URLs einen Überblick der Treffer verschaffen, sondern lassen eventuell auch die Optik in ihr persönliches Urteil mit einfließen. Die Frage „was erwartet mich auf der Zielseite?“ fällt somit weg, denn die User weiß, was ihn auf der verlinkten Seite erwartet.

Böse Überraschungen entfallen und gehören der Vergangenheit an. Die Ergebnisse ließen bei meiner Suche jedoch teilweise zu wünschen übrig. Ich suche nach „Restaurant in München“ und die ersten Treffer könnten von der Qualität her sicher besser sein (Abb. 2 ), aber testet selber mal mit ein paar Suchanfragen. Die Qualität der Suchergebnisse hängt natürlich auch von den einzelnen Suchbegriffen ab und kann bei anderen Anfragen wesentlich besser aussehen. Manch ein Leser wird sich jetzt sicher wundern, warum ich MelZOO mit in den Vergleich genommen habe, aber die Neugestaltung und Anordnung der Treffer sieht ziemlich vielversprechend aus. Sicher gewöhnungsbedürftig, aber den Grundgedanken finde ich gut.

2. Baidu

Abb. 3

Abb. 3

Die Suchmaschine Baidu (Abb. 3) kennt in westlichen Breitengraden sicher kaum jemand, was sicher an der sprachlichen Hürde liegt. Suchergebnisse werden nämlich ausschließlich in der Chinesischen Sprache ausgegeben. Die Grafik aus Abb 13 zeigt einen beeindruckenden 3. Platz im internationalen Ranking der Suchmaschinen, denn dort erreicht Baidu einen Marktanteil von knapp über 8 Prozent. Ebenfalls sehr interessant erscheint die Tatsache, dass Baidu.com im weltweiten Alexa Rank auf einen stolzen 10. Platz kommt. Richtig gelesen, eine Chinesische Suchmaschine ist die 10. meist aufgerufene Internetseite der Welt. Wenn man nun berücksichtigt, dass die Suchergebnisse lediglich in der Chinesischen Sprache ausgegeben werden, dann ist das eine echte Hausnummer. Ein wesentlicher Punkt, der Baidu.com so erfolgreich macht, sind die kostenlosen Downloads von MP3-Songs.

Abb. 4

Abb. 4

In westlichen Ländern sind Plattenfirmen und Produzenten stets bemüht, Geld für Musikalben oder Songs zu kassieren – nicht so in China. Dort wird mit dem Urheberrecht scheinbar weniger sensibel umgegangen. Songs können kostenlos in China oder über einen Chinesischen Proxy heruntergeladen werden und das ganz ohne Strafe. Die Suchergebnisse (Abb. 4) lassen sich wie von anderen Suchmaschinen bekannt, nach unterschiedlichen Kriterien sortieren. Der Nutzer erhält hierbei die Möglichkeit seine Treffer ausschließlich nach beispielsweise Bildern, Videos oder Songs anzeigen zu lassen. Auf Grund der sprachlichen Hindernisse fällt die „Gefahr“ für Google deshalb international gesehen sicherlich nicht besonders hoch aus. Sollte die Suchmaschine in Zukunft auch in anderen Sprachen nutzbar sein, muss man schauen, inwieweit bessere Features angeboten werden oder die Suchergebnisse qualifizierter ausfallen, um die Marktteilnehmer in den Bann von Baidu zu ziehen.

3. Twitter Search

Abb. 5

Abb. 5

Über den Microbloggingdienst Twitter will ich an dieser Stelle direkt nichts verlieren. Den derzeitigen Hype kann man zu Genüge auf diversen Blogs und Newsportalen nachlesen und deshalb spare ich mir die Zeit und gehe direkt auf die hauseigene Suche namens Twitter Search ein. Es gibt tatsächlich etwas, womit Google derzeit noch Probleme hat oder anders formuliert, es gibt Twitter Search, die einen entscheidenden Vorteil hat. Real Time Web wird durch Google aktuell nur ansatzweise durch Google News oder die Blogsuche realisiert. Twitter Search ermöglicht es, die Inhalte sekündlich neu zu ordnen und stellt den Usern somit in Echtzeit neue aktuelle Informationen zur Verfügung. Diese Echtzeitsuche stellt Google derzeit vor einige Probleme und kann nicht in einer solchen Form wie von der Twitter Search (Abb. 5) angeboten werden. Auch Twitter erweitert derzeit den eigenen Suchalgorithmus und so werden bald nicht nur die Tweets gelesen, sondern auch die darin verlinkten Seiten gecrawlt. Die Zukunft wird zeigen, wie wichtig oder sinnvoll die Echtzeitsuche wirklich für den User sein wird. Was bringen mir Real Time News, wenn ich nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitze, um diese zu empfangen oder einfach kein Handy besitze, mit dem ich News abrufen kann.

4. Wolfram Alpha

Abb. 6

Abb. 6

Eigentlich kann man Wolfram Alpha (Abb. 6) und Google ebenso wenig wie eine Banane und einen Apfel miteinander vergleichen. Beides sind Früchte, dennoch unterschiedlich in ihrer Art. Das Prinzip beider Suchmaschinen ist im Grunde völlig verschieden. Googles Suche dürfte jedem bekannt sein, denn diese Art von Suchmaschine findet passend zur gestellten Suchanfrage Webseiten mit adäquatem Inhalt. Wolfram Alpha hingegen zeichnet sich als semantische Suchmaschine aus und verarbeitet die gestellte Suchanfrage nach eigenen Algorithmen zu einem Treffer, der beispielweise die Antwort auf eine Frage liefert. Das Unternehmen sieht sich selbst nicht als Google Killer, da jedoch auch diese Suchmaschine und ihre Arbeitsweise in den vergangenen Wochen heiß diskutiert wurde, möchte ich auch an dieser Stelle kurz einen Test zu Wolfram Alpha machen. Ich habe mir dafür zwei Suchanfragen ausgedacht und diese parallel für Wolfram Alpha und Google getestet. Das Ergebnis ist schon echt verblüffend, was beide Suchmaschinen versuchen zu interpretieren was ich suche. Hier kommt nun das Ergebnis:

1. Suchanfrage: Berlin Valencia

W.A. → Wolfram Alpha zeigte mir neben dem entsprechenden Land die Entfernungen beider Städte zueinander sowie deren Einwohner an. Weiterhin stellte mir W.A. Informationen über die Höhe über NN, die Flugzeit sowie die aktuelle Uhrzeit zur Verfügung.
Google → Bei Google hingegen werden mir auf der ersten Seiten knapp 50% Treffer mit Flug- bzw. Reiseinhalt angezeigt.

2. Suchanfrage: Google Wolfram Alpha

W.A. → Bei dieser Suche kommt Wolfram Alpha nun zu dem Entschluss, mir nähere Angaben zu den einzelnen Unternehmen zu liefern. Der Marktwert, die Anzahl der Mitarbeiter oder die täglichen User sind nur einige der ausgegebenen Werte von W.A.
Google → Google konzentriert sich vielmehr darauf mir Lesestoff von Newsseiten oder Zeitungen zu liefern. Seiten mit direkten Vergleichen erwarten mich dort als Suchergebnis.
Abschließend könnte Ihr ja zum Spaß mal euer Geburtsdatum eingeben. Interessante Daten, die dort ausgespuckt werden ;-)

5. Bing

Abb. 7

Abb. 7

Jetzt kommen wir wohl zum umfangreichsten und ernst zu nehmenden Konkurrenten von Google. Mit Bing (Abb. 7) versucht Microsoft nun zum wiedeholten Mal eine konkurrenzfähige und brauchbare Suchmaschine auf dem Markt zu platzieren. Ich möchte jetzt nicht unnötig Zeit mit der Einleitung vergeuden und beginne daher sofort mit dem Test.
Ich fange meine Analyse auf der Startseite an und gehe deshalb direkt auf Bing.de. Über die Startseite kann man nun denken was man will, mich erinnert der Aufbau sowie die Anordnung der Schnellnavigation (Web-, Bilder-, Video-, Shopping- und Newssuche sowie Maps) direkt wieder an den Suchmaschinenprimus Google. Die Entwickler haben, abgesehen vom Hintergrundbild und weiterer minimaler Unterschiede, kaum eigene Ideen einfließen lassen. Gewollt oder einfallslos? Gewollt? Ich denke ja, denn Microsoft will mit Bing neue User generieren und die haben sich größtenteils an die grafische Benutzeroberfläche von Google gewöhnt und eine komplett neue Form könnte sich negativ auf die Neukundengewinnung auswirken.

→ Websuche

Abb. 8

Abb. 8

Nun möchte ich mir einen ersten Eindruck von den Suchergebnissen machen und gebe in den bereits bekannten Suchschlitz mein Keyword ein. Die Darstellung der Suchergebnisse sieht denen von Google ebenfalls sehr ähnlich. Oberhalb und rechts der organischen Treffer ist Werbung zu erkennen. Ein klarer Unterschied besteht jedoch, wenn man sich die linke Seite anschaut. Dort erscheint eine Sidebar (Abb. 8), die verwandte Suchvorgänge anbietet. Diese weisen größtenteils eine sehr hohe Relevanz zu dem gesuchten Begriff auf. Aber Google bietet seit geraumer Zeit (vor dem Start der BETA Version von Bing) einen ähnlichen Service unterhalb der Suchtreffer an. Dieses Feature und den Zusammenhang mit Google Wonder Wheel haben wir bereits in diesem Artikel erklärt. Abhängig vom jeweils gewählten Suchbegriff punktet entweder Google oder Bing mit relevanteren Alternativvorschlägen.

→ Bildersuche

In der Bildersuche gibt es für Bing allerdings deutlichere Vorteile, wenn es um die Suchverfeinerung geht. User können für die Bildersuche raffiniertere Filter verwenden (Abb. 9), darunter diese hier:

  • Größe: Alle, klein, mittel, groß & Hintergrundbild
  • Layout: quadratisch, breit, hoch
  • Farbe: farbig, schwarzweiß
  • Stil: Foto, Abbildung
  • Personen: genaue Nahaufnahmen, Portrait, andere
Abb. 9

Abb. 9

Interessant, denke ich, sind Filter für die Bildersuche, wenn es um Hintergrundbilder, das Layout oder den Stil geht. Derzeit sind Differenzierungen bei der Google Bildersuche nur nach Größe und Farbe möglich, sodass es hier einen wirklichen Mehrwert für den Nutzer gibt. Fraglich ist auch hier wieder, wie viel Zeit Google benötigt, um die eigenen Bildersuchfilter zu erweitern oder anzupassen. Fährt man mit der Maus über ein Bildersuchergebnis, erhält man weitere Informationen wie die Bild- und Dateigröße sowie Ziel-URL. Darüber hinaus kann man sich ähnliche Bilder anzeigen lassen oder Kommentare abgeben und einsehen. Was die Kommentarfunktion allerdings für einen Nutzen bieten soll, kann ich derzeit nicht erkennen. Ich sehe das Bild, wozu benötigt man da noch ein Kommentar?

→ Videosuche

Ähnlich wie bei der Bildersuche bietet Bing auch bei der Videosuche vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten, um das Suchergebnis benutzerdefinierter anzeigen zu lassen. Es kann zwischen folgenden Kriterien klassifiziert werden (Abb. 10):

  • Länge: kurz (< 5 min.), mittel (5-20 min.), lang (> 20 min.)
  • Bildschirmgröße: standard, breitbild
  • Auflösung: niedrig, mittel, hoch
  • Quelle: msn, clipfish, mtv, myspace, myvideo, sevenload, youtube
Abb. 10

Abb. 10

Ein besonderes Highlight erfährt man beim Mouseover eines Videos. Dort beginnt das Video zu laufen und man kann somit ohne viel Klicken bereits das Video in Kleinformat angucken. Wenn man das nun auf direktem Wege mit der Google Videosuche vergleich, dann stechen nicht nur die Filterfunktionen hervor, sondern natürlich auch die Direktabspielung im Browser. Google ermöglicht es derzeit nur nach Datumsangaben sowie der Spieldauer gezielter zu suchen.

→ Shopping

Der dritte Teil meines direkten Vergleichs zwischen Bing und Google bezieht sich auf die Shoppingfunktion beider Suchmaschinen. Den Bereich Shopping kann man bei Bing sehr schnell beschreiben und bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Dazu habe ich mir den Quellcode kurz angeschaut und stelle fest, dass lediglich ein Link zu Ciao integriert wurde.

<li><a onclick=”selectScope(this, ‘commerce’);” onmousedown=”return si_T(’&amp;ID=homepage,14′)” href=”http://ms.ciao.de/ms/products?v=1″><span>Shopping</span></a></li>

Die Integration von Ciao in Bing ist damit zu erklären, dass Microsoft Ciao bereits geschluckt hat und deshalb auf diese Dienste zurückgreift. Ein weiterer Punkt ist interessant, wenn man direkt auf Ciao.de geht und sich die oberste Zeile anguckt. Ganz neu ist dort zu erkennen, dass die Navigation mit den Services von Bing integriert wurde. Hier wird wohl versucht direkt User abzugreifen und an die Suchmaschine und die Dienstleistungen von Bing zu binden und gewöhnen. Bei Google hingegen ist der Shoppingbereich komplett anders aufgebaut. Da dieser Artikel jedoch nicht in erster Linie den Google-Funktionen gewidmet werden soll, spare ich mir an dieser Stelle einen weiteren Vergleich. Wir nehmen nur mit auf den Weg, dass Bing lediglich Ciao verlinkt – mehr nicht.

→ Newssuche

Zu einer der interessantesten Informationen in den Tagen der Artikelerstellung gehörte die Diskussion um Arcandor und Quelle. Das hat mich dazu veranlasst, die Newssuche von Bing und Google mit diesem Suchbegriff zu testen. Das Ergebnis von Bing ist auf der (Abb. 11) erkennbar – Googles Trefferliste zeigt (Abb. 12). Ziemlich spartanisch sieht das Ergebnis bei Microsofts Suchmaschine Bing aus. Hier hat Google ganz klar besser Karten, denn hier können Filter für den zeitlichen Rahmen angewendet werden. Seit geraumer Zeit stellt Google für diesen Bereich auch einen Benachrichtigungsservice zur Verfügung. Dazu scrollt man auf der Ergebnisseite nach ganz unten und träg nach einem Klick einfach die E-Mail Adresse ein. Zusätzlich kann das Intervall eingestellt werden, wie oft man über diese News informiert werden möchte. Auch in diesem Abschnitt wollen wir die

Abb. 12

Abb. 12

Google News Suche nicht weiter erklären beziehungsweise den vollen Funktionsumfang aufzeigen, da Bing hier weniger Wahlmöglichkeiten zur Verfügung stellt als Google.
Es gibt noch zahlreiche weitere Serviceangebote die beide Suchmaschinen zur Verfügung stellen. Ich will an dieser Stelle jedoch einen Schnitt machen, denn eine Tendenz ist erkennbar und wird sich auch sicher nicht bei den folgenden Angeboten gravierend ändern.

Fazit:

Abb. 13

Abb. 13


Nun bin ich am Ende meines Vergleichs oder der Gegenüberstellung der wichtigsten „Google Killer“. Dieser Artikel könnte sicher noch um den einen oder anderen Kandidaten erweitert werden, doch der Bericht soll nicht ins Uferlose gehen und jemand soll ihn ja auch noch lesen :-) Ich möchte noch ein paar Sätze zum derzeitigen Stand der Marktanteile der Suchmaschinen untereinander unterbringen. Microsofts Suchmaschine Bing kann hierbei natürlich noch nicht berücksichtigt werden. Die Daten für das Kreisdiagramm sind so ziemlich die aktuellsten die ich gefunden habe und beziehen sich auf die Marktanteile der Suchmaschinen im weltweiten Ranking.
In Deutschland kommt Google auf einen Marktanteil von knapp über 90%. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass dieser eher leicht ausgebaut wurde. Ich bin auf die Zukunft gespannt und freue mich auf die ersten Zahlen, nachdem Microsoft mit den angekündigten $100 Millionen Marketingbudget Bing richtig an den Mann gebracht hat. Mein Fazit stößt bei dem Einen oder Anderen sicher auf andere Meinungen, doch man wird nicht über Nacht oder mit einem riesigen Budget zur wertvollsten Marke der Welt. Dazu gehört mehr als harte Arbeit, guter Service und sicher auch das Quäntchen Glück und noch viel mehr.

Auch wenn morgen oder übermorgen wieder eine Suchmaschine als vermeintlich neuer Google Killer angekündigt wird, muss man doch dazu sagen, dass Google nicht mit verschlossenen Armen da sitzt, sondern ein Forscher- und Entwicklerteam besitzt, welches nicht schläft und an neuen Features und weiteren Verbesserungen arbeitet. Was mir ansatzweise sehr gut gefallen hat, ist die Arbeit von MelZoo. Die Vorschau der Zielseite, auch wenn es gewöhnungsbedürftig aussieht, finde ich eine echt gute Sache. Hier und da liefern aber auch andere Suchmaschinen gute Arbeit oder stellen einen guten Service zur Verfügung. Hier meine ich speziell die Bilder- und Videosuche von Bing. Für Bing sehe ich aber noch wesentlich mehr Potenziale, denn Microsofts Internet Explorer 8 wird wohl mit ziemlicher Sicherheit Bing als Standard Suchmaschine erhalten. Ich habe mir ein paar Trafficzahlen verschiedenster Projekte angeguckt und konnte schon jetzt feststellen, dass Bing für ein wenig Traffic sorgt. Wie wir bereits von der hohen Nutzung des Internet Explorers durch die Integration in Windows kennen, denke ich, dass Bing das größte Potenzial hat, Google in Zukunft das Leben schwerer zu machen.

Bei der einen oder anderen Suchmaschine handelt es sich nicht um einen Google Killer, wie es immer so schön genannt wird, sondern nur um eine Nische, die besetzt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass Bing durch die Integration im Internet Explorer sowie beim Portal von Ciao einen großen Stück vom Kuchen abbekommt. Die Marktsituation wird sich sicher verändern und Microsofts Suchmaschine wird neue Marktanteile erzielen.